Die Rolle von paritätischen Kommissionen im Rahmen betrieblicher Aushandlungsprozesse

Im Rahmen betrieblicher Arbeitsbeziehungen sind paritätische Kommissionen bisher ein wissenschaftlich völlig unbearbeitetes Feld. Das ist umso erstaunlicher, als es sich um ein schon seit mehr als 25 Jahren bestehendes und tarifvertraglich gestaltetes Mitbestimmungsinstrument handelt, das konfiktregulierend in einem der Kernbereiche betrieblicher Politikgestaltung agiert: der betrieblichen Entgeltpolitik. Nach den Vorstellungen der Gewerkschaften sollen paritätische Kommissionen künftig auch in anderen Feldern eingesetzt werden. Die Studie untersuchte Verbreitungsgrad, Arbeitsstile, Konfiktregelungsformen, Effizienz und Erfolg paritätischer Kommissionen in einer großen Verwaltungsstelle der IG Metall in Baden-Württemberg.

Finanzier: Hans Böckler-Stiftung
Laufzeit: 1/94 bis 6/94
Projektbearbeiter: Dr. Peter Jauch, Dr. Werner Schmidt

Projektergebnisse:

  • Jauch, P./Schmidt, W. (1995): Paritätische Kommissionen. Eine Studie zur Arbeitsweise Paritätischer Gruppierungskommissionen in der Metallindustrie, Hans Böckler-Stiftung, Manuskripte Nr. 173, hrsg. von der. Hans Böckler-Stiftung, Düsseldorf. [PDF]
  • Jauch, P./Schmidt, W. (1995): Betriebliche Lohnpolitik. Zur Rolle und Funktion von paritätischen Eingruppierungskommissionen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 48, Heft 9, 583-589.